Tagestipps

Donnerstag 18:05 Uhr Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

Mikroplastik Ein aussichtsloser Kampf? Von Claudia Steiner Mikroplastik ist winzig und überall: Durch Wind und Wasser verteilen sich die kleinen Teile schnell und gelangen an entlegene Orte der Erde. Forscher haben Mikroplastik sogar im Meereis der Arktis nachgewiesen. Auch im Boden, im Meer, in Flüssen und Seen sowie in der Luft findet sich Mikroplastik. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen definiert Mikroplastik als Kunststoffpartikel, die fünf Millimeter und kleiner sind. Weltweit gibt es allerdings keine einheitliche Definition, deshalb gibt es auch sehr unterschiedliche Angaben darüber, wieviel Mikroplastik jährlich in die Umwelt gelangt. Wissenschaftler unterscheiden zwischen primärem Mikroplastik wie Basispellets, das Grundmaterial für die Plastikproduktion, und sekundärem Mikroplastik, das beim Zerfallen größerer Teile wie Verpackungen und Tüten entsteht. Klar ist, dass die Partikel, die oft auch Zusatzstoffe wie Weichmacher enthalten, längst in der Nahrungskette angekommen sind. Wie genau aber die Langzeitwirkungen auf Menschen, Tiere und Umwelt sind, ist noch nicht bekannt. Redaktion: Iska Schreglmann

Donnerstag 19:00 Uhr WDR2

WDR 2 Jörg Thadeusz

Mit Jörg Thadeusz Gast: Meret Becker, Schauspielerin In ihrer Jugend hat Meret Becker nach eigenen Angaben" geklaut wie ein Rabe", sie möchte dem amerikanischen Präsidenten mit einem nassen Fisch den Hintern versohlen und sie spielt eine Stummfilm-Diva in der neuen Staffel der Erfolgsserie "Babylon-Berlin".

Donnerstag 19:05 Uhr SWR2

SWR2 Tandem

Die Algorithmen-Erklärerin - Katharina Zweig lehrt und erforscht in Kaiserslautern künstliche Intelligenz Mit Professor Katharina Zweig Das Wort Algorithmus bedeutet zunächst einmal lediglich "Handlungsvorschrift zur Lösung von Problemen". Aber da sie auch wesentlicher Teil von Computerprogrammen sind, bestimmen sie heute unser tägliches Leben: in Navigationsgeräten, Internet-Suchmaschinen oder Rechtschreibprogrammen. Katharina Zweig ist Professorin für Informatik an der TU Kaiserslautern und koordiniert dort den Studiengang "Sozioinformatik". Sie berät seit 2018 auch den Bundestag bei Fragen der künstlichen Intelligenz. Mit ihrem kürzlich erschienenen Buch "Ein Algorithmus hat kein Taktgefühl" will sie auch Laien erklären, welche Algorithmen harmlos sind und um welche wir uns Sorgen machen sollten.

Donnerstag 21:05 Uhr Deutschlandfunk

JazzFacts

Der Atemder Schönheit Ein Porträt des Saxofonisten Matthieu Bordenave Von Karl Lippegaus Anknüpfen ans Vergangene und Offenheit für das Gegenwärtige charakterisieren Matthieu Bordenaves Musik: Der in München lebende Südfranzose begibt sich mit seiner erstaunlichen neuen Formation Archipel akustisch auf die Spuren des berühmten Jimmy Giuffre Trios. Seine poetische Kammermusik wird nicht nur Jazzkenner ansprechen. Matthieu Bordenaves Musik verzichtet auf große Gestik, Pathos und Pomp; sie gleicht darin eher Aquarell- als Ölmalerei. Mit sorgsam ausgewähltem Tonmaterial weiß sie die Harmonik eines Messiaen und Dutilleux für die Improvisation zu nutzen. Der 37-jährige Matthieu Bordenave studierte in Annecy und Paris, bevor er nach Deutschland kam und mit der Gruppe Café Bleu zwei vielbeachtete Alben aufnahm, eines davon eine Hommage an Edith Piaf. In München lernte er den Pianisten Florian Weber kennen. Zusammen mit ihm und dem Bassisten Patrice Moret gründete Bordenave jüngst die Formation Archipel, deren Besetzung an das historische Vorbild des Jimmy Giuffre Trios von 1961 erinnert. Viel Inspiration verdankt Bordenaves wunderbar melodische Musik auch der Lyrik René Chars, des großen Poeten der Provence. In einer Gegend, die oft von dem Dichter beschrieben wurde, entstanden die Aufnahmen zur neuen Platte "La Traversée" (Durchquerung, Übergang). Der Atem der Schönheit

Donnerstag 21:05 Uhr Bayern 2

radioTexte am Donnerstag

Ein Buch, das Geschichte geschrieben hat, eine Frage, die offengeblieben ist: Was, wenn die Erde von Außerirdischen angegriffen wird? Andreas Fröhlich mit einer virtuosen Lesung des Kultromans von H. G. Wells in sieben Folgen Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp Was ist, wenn die Erde von überlegenen Außerirdischen angegriffen wird, denen die menschliche Zivilisation völlig egal ist? Die Frage ist so beängstigend wie plausibel. Der erste, der sie in Romanform fasste, war der Brite Herbert George Wells. Sein "Krieg der Welten" ist mehr als 120 Jahre alt und bewegt bis heute die Science-Fiction-Welt. Wells" Marsianer haben eigene Interessen und brutalste Mittel, um sie durchzusetzen - und genau das tun sie auch. In der klassischen Lesung auf Bayern 2 tobt der Krieg der Welten - gelesen von Star-Sprecher Andreas Fröhlich. Sieben Folgen - bis zu einem Ende mit knappem Davonkommen ... Eine merkwürdige Raumkapsel ist der erste Vorbote der Invasion vom Mars. Im idyllischen Surrey erregt sie Neugier und Spott - bald aber erweist sie sich als tödlich. Panik und Entsetzen greifen um sich. Die Feinde vom roten Planeten greifen mit dreibeinigen Kampfmaschinen Großbritannien an, um die rohstoff- und wasserreiche Erde zu erobern. Irdisches Militär ist machtlos gegen diesen Gegner, Flucht, Verwüstung, Apokalypse, schlimmste Alpträume werden wahr, rücksichtslos kämpft - fast - jeder gegen jeden um das Überleben. Der britische Science-Fiction-Pionier H. G. Wells (1866-1946) gestaltete mit seinem Roman zum ersten Mal das heute klassisch gewordene Motiv einer außerirdischen Invasion. Nach dem Erfolg des Romans von 1898 wurde "Krieg der Welten" 40 Jahre später als Hörspiel berühmt: Orson Welles verlegte die Handlung nach Nordamerika und inszenierte eine wie echt wirkende Nachrichtensendung, die zu Panik im realen Publikum führte. Auch Hollywood griff den Stoff mehrfach und millionenschwer auf: "Independence Day" von Roland Emmerich etwa beruht teilweise auf "Krieg der Welten" und Steven Spielbergs "War of the worlds" mit Tom Cruise zeigte 2005 erneut die Faszination der alten Geschichte. Heute kann man den Text als Parabel auf die polarisierte Welt des 21. Jahrhunderts verstehen - und in Pandemie-Zeiten wirkt der "Sieg" über die Invasoren definitiv anders als vorher. Andreas Fröhlich, bekannt als Bob Andrews der "Drei Fragezeichen"-Hörspiele, als deutsche Stimme von Edward Norton, John Cusack und von Gollum in Peter-Jacksons "Herr der Ringe"-Filme, wurde für seine Vortragskunst mehrfach mit dem deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet. Seine virtuose Lesung der "Krieg der Welten"-Übersetzung von Lutz-W. Wolff Regie: Irene Schuck) ist auch als Hörbuch im Audio Verlag erschienen. Bei Bayern 2 in leicht gekürzter Fassung in sieben Folgen, immer donnerstags um 21.05 Uhr in der klassischen Lesung, vom 10. September bis zum 22. Oktober 2020. Und im Podcast Lesungen natürlich. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp.

Donnerstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Freispiel

Kurzstrecke 102 Feature, Hörspiel, Klangkunst - Die Sendung für Hörstücke aus der freien Szene Zusammenstellung: Julia Gabel, Johann Mittmann, Ingo Kottkamp, Marcus Gammel Produktion: Autor*innen/Deutschlandfunk Kultur 2020 Länge: 56" (Ursendung) Kurz und ungewöhnlich: Autorenproduktionen aus Feature, Hörspiel und Klangkunst. Heute mit einem Hörstück über Bewegungen der Erdkruste (Everyday Unknown 1). Der Zaun Von Susanne Franzmeyer Zeit Von aufzeichnensysteme & Konrad Behr Everyday Unknown 1 Von Eric La Casa und Michaële-Andréa Schatt Außerdem: Neues aus der "Wurfsendung" mit Julia Tieke. Ungewöhnlich und nicht länger als 20 Minuten: Drei "Radiokunst"-Redaktionen stellen innovative, zeitgemäße, radiophone Kurz-Hörstücke vor. Kurzstrecke 102

Donnerstag 22:05 Uhr NDR Blue

Nachtclub ÜberPop

Reeperbahn Festival 2020 Mit Andreas Moll Pop trotz Pandemie. Live-Konzerte statt Lockdown. Das Reeperbahn Festival 2020 leistet Pionierarbeit in der Corona-Krise 2020. Diese von Frehn Hawel und Alex Schulz geleitete Musikmesse ist traditionell ein Marktplatz und Treffpunkt der nationalen und internationalen Popszene. Diesmal ist Abstand geboten, die Stuhlreihen in Zweiergruppen aufgeteilt und einzelne Stehplätze mit Quadraten markiert. Das Bier wird serviert, Securities säumen die Venues und Open Air-Bühnen. Was nehmen die Veranstalterinnen und Veranstalter sowie Künstlerinnen und Künstler mit im Hinblick auf das künftige Club- und Konzertleben? Welche Highlights und Herausforderungen gab es? Ein Nachtclub ÜberPop mit Moderator Andreas Moll, einem Best of Backstage von NDR Blue und Gesprächspartnerinnen und -partnern aus der Hamburger Club- und Veranstalter-Szene.

Donnerstag 23:00 Uhr Eins Live

1LIVE Krimi

Captain Berlin vs. Dracula Ein Team-Up Von Jörg Buttgereit Comic-Hörspiel mit Bela B. als Dracula Captain Berlin: Viktor Neumann Dracula: Bela B. Felsenheimer Blitzen: Peter Groeger Hitler: Udo Schenk Frauenstimme: Inge Schilling Pater Braun: Friedhelm Ptok Maria: Nina Weniger Kind: Paul Wolff Regie: der Autor Produktion: WDR 2006

Freitag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Klangkunst

Gang nach Buchenwald Von Christoph Korn Nach einem Gespräch mit dem Shoa-Überlebenden Naftali Fürst (Haifa) und Textfragmenten aus dem Buch Hiob, von Paul Celan, Pauline Oliveros und Christoph Korn Mit: Jana Schulz, Tom Jacobs Komposition: Christoph Korn Akkordeon: Sven Hermann Dramaturgische Beratung: Claas Morgenroth Nach einer Idee von Rolf C. Hemke Produktion: Deutschlandfunk Kultur / Kunstfest Weimar / ACHAVA Festspiele Thüringen, Stiftung Buchenwald 2020 Länge: 50" (Wdh. v. 13.09.2020) Ein komponierter Audiowalk mit Erzählungen Überlebender über den Weg aus Weimar zum ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald. Vom Weimarer Hauptbahnhof führt ein etwa zweistündiger Fußweg zum KZ Buchenwald. Diesen Weg mussten tausende Opfer des Naziregimes gehen. Am 16. April 1945, kurz nach der Befreiung des Konzentrationslagers, folgten ihnen auf Anordnung des amerikanischen Oberkommandos rund 1.000 Weimarer Bürgerinnen und Bürger. Sie sollten das Grauen von Buchenwald mit eigenen Augen sehen. Zum Gedenken an diesen Weg hat der Medienkünstler Christoph Korn einen Audiowalk für das Projekt "Gang nach Buchenwald" des Kunstfest Weimar komponiert. Sein gleichnamiges Hörstück ist ein Sich-Nähern: im Gehen auf Asphalt, Teer, Laub, Kies, hin zu jenem unaussprechlichen Ort. Ausgangspunkt des Hörspiels ist ein Gespräch mit dem Zeitzeugen Naftali Fürst. Diese Produktion wurde mit Kunstkopf-Mikrofonie hergestellt. Bitte Kopfhörer aufsetzen. Mit freundlicher Unterstützung von Margol F. Guttman, Director of International Cultural and Artists Exchange, Ein Hod, Israel. Christoph Korn, geboren 1965 in Frankfurt a.M., studierte Philosophie und Politologie in Frankfurt. Seine Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Audio- und Medienkunst. Die künstlerischen Werke basieren in den letzten Jahren zunehmend auf Versuchen des Maskierens, Löschens oder Entziehens. Korn erhielt internationale Preise und Stipendien. Sein Hörspiel "Waldstueck" wurde beim Prix Ars Electronica ausgezeichnet. Zuletzt für Deutschlandfunk Kultur: "Consolamini" (2006). Gang nach Buchenwald

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